Bericht zur Ahmadiyya-Veranstaltung am 4.9.2018

Am Dienstag, den 4. September 2018 führte die AfD-Kreistagsfraktion eine öffentliche Informationsveranstaltung im Bürgerhaus Mörfelden durch. Thema: Die Aktivitäten der Ahmadiyya im Kreis Groß-Gerau.

Besucher der Veranstaltung mussten sich zuvor ihren Weg durch eine von der DKP und anderen linken Gruppierungen organisierte Gegenveranstaltung bahnen, die von der DKP-Hofband mit lauten und lustigen Liedern „gegen Rechts“ begleitet wurde. Dass der Zugang zur AfD-Veranstaltung für Besucher und Interessenten problemlos war, lag weniger an der „Toleranz“ der Gegendemonstranten, sondern ist in erster Linie der Polizei zu verdanken. Die hatte schon im Vorfeld deutlich gemacht, dass sie Behinderungen oder gar eine Blockade durch die Linken nicht zulassen würde.

Im Saal hatten sich ca. 80 Personen versammelt. Darunter auch nicht wenige Ahmadis und, wie sich bald herausstellte, auch ein paar vereinzelte Linke. Die Veranstaltung wurde durch die AfD-Fraktionsvorsitzende Irmgard Horesnyi eröffnet, die sich in ihrer Begrüßungsrede auch für den „warmherzigen“ Empfang der DKP und ihrer Mitläufer bedankte, deren Auftreten der AfD-Veranstaltung die angemessene Würdigung in der Presseberichterstattung sicherstellen würde.

Frau Horesnyi wies auch darauf hin, dass es erst der Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen den Leiter des Sport- und Kulturamtes und der Androhung gerichtlicher Maßnahmen bedurft habe, um sich sein Recht und einen Saal im Bürgerhaus zu erstreiten.

Der Referent, AfD-Landessprecher Robert Lambrou, gab den Zuhörern einen interessanten Einblick in die Entstehungsgeschichte und den Glauben der Ahmadis, die Gründe für ihre Vertreibung, sowie der Verbreitung ihrer Lehre vor allem in Europa und Deutschland. Schon kurz nach Beginn von Herrn Lambrous Vortrag kam es von Seiten eines kleinen Häufleins Linker zu Störungsversuchen, die aber vom Vortragenden souverän abgewehrt wurden. Die anderen Anwesenden, insbesondere die Ahmadis, hingegen hörten diszipliniert zu, auch wenn ihnen nicht alles gefiel, was gesagt wurde. Die linken Störer merkten sehr bald, dass sie bei ihrem Versuch, die Veranstaltung zu „kippen“, auf keinerlei Unterstützung rechnen konnten und zogen bald enttäuscht von dannen.

Der Vortrag wurde fortgesetzt mit einer kritischen Betrachtung des öffentlichen Auftretens der Ahmadis, die immer wieder mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen auf sich aufmerksam machen, einer wissenschaftlichen Analyse ihrer Lehre und ihren Zielen, ihrem vordergründigen sozialen Engagement, dem „Innenleben“ ihrer Gemeinschaft und endete schließlich mit der Darlegung der Haltung der AfD gegenüber den Ahmadiyyas.

Insbesondere beim Zitieren aus dem Werk einer Religions- und Sozialwissenschaftlern, die den Ahmadis mafiöse Strukturen, finanzielle Ausbeutung ihrer Anhänger und Bestrebungen vorhielt, die nur schwer bzw. gar nicht mit unserer Verfassung in Übereinstimmung zu bringen wären, kam es dann von Seiten der Ahmadis zu Protesten und Einwänden. Über die Themen Massenzuwanderung, Integration, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Kopftuch u.a. wurde dann in der anschließenden Diskussionsrunde teils heftig aber nicht ausfallend gestritten. Da die Zeit bereits vorangeschritten war, konnte der Teil der Veranstaltung, der sich dezidiert mit den Aktivitäten der Ahmadis im Kreis Groß-Gerau befassen sollte, nicht mehr durchgeführt werden. Dies wird zu gegebener Zeit nachgeholt.

Fazit: Auch wenn die unterschiedlichen Standpunkte nicht in Übereinstimmung zu bringen waren, war es eine gelungene Veranstaltung, die die demokratische Streit- und Diskussionskultur im Kreis Groß-Gerau gefördert hat!

 

 

 

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